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Mit Leistungselektronik in einer exklusiven Marktposition

isleportrait145Die Ilmenauer ISLE  Steuerungstechnik und Leistungselektronik GmbH hat sich aus einem gemeinnützigen Verein heraus entwickelt und ist nunmehr im internationalen Maßstab auf dem Gebiet der Leistungselektronik tätig.

Professor Tobias Reimann und Dr. Gotthard Berger sind Geschäftsführer der ISLE Steuerungstechnik und Leistungselektronik GmbH. Dem dynamischen Unternehmen auf dem Gewerbegebiet Werner-von Siemens-Straße in unmittelbarer Nähe zur Technischen Universität Ilmenau, ist der Platz in dem erst acht Jahre alten Betriebsgebäude bereits zu eng geworden ist. So arbeiten die beiden Geschäftsführer sowohl an baulichen als auch an personellen Erweiterungsplänen.

Die ISLE-Gründung erfolgte 1994 als gemeinnütziger Verein mit dem Anliegen, Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Leistungselektronik und Steuerungstechnik zu betreiben, Entwicklungsaufgaben wahrzunehmen sowie begabte junge Wissenschafter auf diesen Gebieten zu fördern. Professor Reimann sagte: „Wir haben zunächst einen Verein gegründet, weil wir für anderes zu wenig Kapital hatten und weil wir ausprobieren wollten, ob unser Geschäftsmodell überhaupt funktioniert.“ Der Start erfolgte im Technologie- und Gründerzentrum Ilmenau.

Die Tatsache, dass bereits 1997 die Gründung der ISLE Steuerungstechnik und Leistungselektronik GmbH erfolgte, gab den Gründern Recht. Das Geschäftsmodell erwies sich als tragfähig. Tobias Reimann hob die Rolle der seiner Branche hervor: „Die Leistungselektronik befindet sich in einer exklusiven Marktposition. Überall, wo elektrische Anlagen betrieben werden, Strom erzeugt und genutzt wird, ist Leistungselektronik eine Notwendigkeit.“ Vom TGZ zog die Firma in das Applikationszentrum auf dem Campus. 2002 begann der Bau eines eigenen Betriebsgebäudes in der Werner-von-Siemens-Straße, das 2003 bezogen wurde.

In der leistungselektronischen Entwicklungsarbeit ist die ISLE GmbH unterdessen weltweit tätig. In den europäischen Ländern unterhält das Unternehmen eine Vielzahl von Geschäftsbeziehungen. Zunehmendes Interesse kommt aus  Ländern wie den USA, China und Japan. Reimann: „Wir arbeiten mit kleinen Unternehmen ebenso gut zusammen wie mit großen internationalen Konzernen. Für viele kleine Firmen, die sich Forschungs- und Entwicklungsabteilungen nicht leisten können, übernehmen wir diese Rolle.“

Eine Besonderheit ist bei ISLE weiterhin die Gliederung in eine GmbH und in einen eingetragenen Verein. Denn der ursprünglich gegründete ISLE e.V. existiert weiterhin. Die Aufgabenteilung ist klar: Die GmbH ist für die Industrieentwicklung zuständig, der Verein fördert den Forschungstransfer und den wissenschaftlichen Nachwuchs. Die Nachwuchsförderung reicht bis zur Vergabe von Stipendien an begabte Studenten, vor allem an besonders kreative Doktoranden aus dem In- und Ausland.

Herausragende Themen in der Industrieentwicklung sind Energieeinsparung in Computern, Telekommunikationsanlagen und ganzen Rechenzentren. Auch für die Stromversorgung von Lastenaufzügen im Airbus hat ISLE Lösungen entwickelt, ebenso für die Elektronik der Lasersysteme für Augenoperationen. Professor Reimann: „Allein diese wenigen Beispiele zeigen, wie breit die Leistungselektronik aufgestellt ist.“ Als weitere Projekte nannte er von Mikroprozessoren gesteuerte  Batterieladegeräte für Traktionsbatterien, Wechselrichter und Batterieladeeinrichtungen für Photovoltaik und Windkraftanlagen sowie elektronische Lösungen für die Kopplung von Brennstoffzellen mit Batteriespeichern. Zudem wird an zahlreichen Entwicklungsprojekten für die Automobilindustrie gearbeitet.

Die umfangreichen Aufgabenstellungen erfordern nun eine Erweiterung des Unternehmens. Tobias Reimann unterstrich, dass das vorhandene Gebäude in der Werner-von-Siemens-Straße nicht mehr reicht. So laufen bereits die Planungen für einen Erweiterungsbau. Dort sollen vor allem die Kleinserienfertigung und Büros für weitere Entwickler Platz finden. Die Belegschaft soll von jetzt 17 Mitarbeitern auf bis zu 25 aufgestockt werden.

Eng verbunden sind ISLE GmbH und TU Ilmenau. Nicht nur, dass Forschungsergebnisse aus der Universität in konkrete Industrieprojekte überführt werden, sind ISLE-Mitarbeiter auch für die Universität tätig. So ist Professor Reimann zugleich Institutsdirektor des fakultätsübergreifenden Instituts für Energie-, Antriebs- und Umweltsystemtechnik an der TU Ilmenau sowie Leiter des Fachgebiets Industrieelektronik. Auch Dr. Berger ist an der TU Ilmenau tätig, im Fachgebiet Leistungselektronik und Steuerungen in der Elektroenergietechnik. Der ISLE e.V. unterstützt die TU Ilmenau mit Lehrkräften, die ihre kostenlos Lehrveranstaltungen bieten.isleportrait300

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