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Prägendes Unternehmen auf dem Industriepark „Erfurter Kreuz“

borgwarner145„Wir sind ein sehr junges Unternehmen“, so Dr. Michele Zimmermann, Geschäftsführerin der Borg Warner Transmission Systems Arnstadt GmbH. Zugleich ist die Firma auf dem Industriepark "Erfurter Kreuz" stark wachstumsorientiert.

 

Tatsächlich liegt das Durchschnittsalter der Beschäftigten in der Borg Warner Transmission Systems Arnstadt GmbH bei bemerkenswert niedrigen 32 Jahren. Auch die Geschäftsführerin ist noch jung, selbst wenn sie scherzhaft kommentiert: „Verglichen damit gelte ich wohl schon als älter...“ Geprägt ist das Unternehmen von starker Dynamik. Die Wachstumsorientierung wird anhand der diesjährigen Umsatzzahlen von etwa 300 Millionen Euro deutlich, die die 380 Mitarbeiter des Automobilzulieferers erwirtschaften.

Dabei galt es insbesondere, Krisenauswirkungen, die sich auch bei Borg Warner in 2009 gezeigt hatten, zu bewältigen. Das ist gut gelungen, wie Michele Zimmermann aufzeigt: „Die schlimmsten Auswirkungen konnten wir abfangen. Es gab keine Entlassungen, und auch die Kurzarbeiterregelung mussten wir nur moderat in Anspruch nehmen.“ Den Umsatz dieses Jahre wertet sie als herausragend und als gutes Omen für das kommende Jahr.

Die Borg Warner Transmission Systems Arnstadt GmbH zählt zu den prägenden Unternehmen auf dem Industriepark „Erfurter Kreuz“, die die Zukunftsfähigkeit der Region entscheiden befördern. Seit 2003 ist der Automobilzulieferer auf dem „Erfurter Kreuz“ ansässig. Die Firma hat sich auf die Produktion von Kupplungen spezialisiert und fertigte diese anfangs ausschließlich für Volkswagen. Die gemeinsame Initiative von BorgWarner und VW zur Entwicklung und Herstellung von DualTronic-Kupplungssystemen startete bereits 1997. Der Standort in Arnstadt bot schließlich die besten Bedingungen, um ein Werk für die Produktion dieser Kupplungen zu errichten. 2003 war es soweit: Das Unternehmen errichtete ein Gebäude mit 5000 Quadratmeter Produktionsfläche. Der Standort trug damals noch nicht die Bezeichnung „Erfurter Kreuz“.

Bereits wenige Jahre später erfolgte die Erweiterung des Werkes, berichtet Michele Zimmermann: „Die Produktionsfläche wurde 2007 verdoppelt. Und seit 2008 wurden immer mehr Automobilhersteller Abnehmer der BorgWarner-Kupplungen.“ Heute befinden sich in den bedeutendsten deutschen und japanischen Automarken Kupplungen aus Arnstadt.

BorgWarner ist ein international agierendes Unternehmen der Automobilbranche mit Hautsitz im US-Staat Michigan. An weltweit 60 Standorten in 18 Ländern beschäftigt das Unternehmen 16.000 Mitarbeiter. Es erwirtschaftet einen Gesamtumsatz von mehr als vier Milliarden Dollar. Gegliedert in zwei Divisions, widmet sich die BorgWarner Engine Group Produkten zur Verbrauchsreduzierung für Motoren mit geringeren Emissionen und höherer Leistung. Die BorgWarner Drivetrain Group ist auf dem Gebiet des Antriebsstrangs, der Getriebe- und Allradtechnologie tätig.borgwarner300

Die Borg Warner Transmission Systems Arnstadt GmbH ist Teil der Drivetrain Group. Da der Konzern im wesentlichen dezentral aufgestellt ist, arbeitet das Arnstädter Werk als wirtschaftlich eigenständige GmbH. Zentralisiert in der Division sind lediglich Einkauf, Verkauf und die IT-Entwicklung.

Auch wenn die Technologie- und Produktentwicklung in zentralen Entwicklungsabteilungen erfolgt, wird die Anwendungstechnik für Technologien und Produkte vor Ort entwickelt. So benötigt das Arnstädter Unternehmen ingenieurtechnisches Personal wie Maschinenbauer oder Elektrotechniker. Die Geschäftsführerin selbst ist promovierte Werkstoffwissenschaftlerin. Für hoch qualifizierte Entwicklungsaufgaben besteht ein Kooperationvertrag mit der TU Ilmenau.

Die frühzeitige Fachkräfteentwicklung ist für Dr. Zimmermann eine der wichtigen Aufgaben. Um frühzeitig junge Leute für BorgWarner zu interessieren, werden Kooperationsbeziehungen zum Ilmenauer Lindenberg-Gymnasium und zur Regelschule in Ichtershausen gepflegt, zum gegenseitigen Nutzen. Fortgeführt wird dies mit der eigenen Berufsaubildung: Zwölf Auszubildende lernen die Berufe Mechatroniker und CNC-Zerspanungstechniker. Nicht zuletzt erhalten Studenten der Berufsakademie betriebswirtschaftliche und ingenieurwissenschaftliche Ausbildungen.

Michele Zimmermann ist in England geboren, aber in Bremen aufgewachsen. Dort studierte sie Werkstoffwissenschaften und promovierte auf diesem Gebiet. Bevor sie in Arnstadt die Stelle der Geschäftsführerin antrat, war sie einige Jahre bei Magna in Bitterfeld tätig. Daneben engagiert sie sich als Vorsitzende des Vereins Initiative „Erfurter Kreuz“ e.V. , der die Interessen der Unternehmen des Standorts wahrnimmt und die Standortentwicklung unterstützt. Anders als viele Beschäftigte in den Unternehmen auf dem „Erfurter Kreuz“ lebt sie mit ihrer Familie nicht in der Landeshauptstadt, sondern in Gräfenroda: „Wir wollten lieber auf dem Land leben, als in der Stadt.“borgwarner500

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