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Beeindruckende Modelle mit enormen Detailreichtum

3dteller145Große Gebiete mit Bebauung und topografischen Details anschaulich zu machen, oder Prototypen künftiger Produkte mit Hilfe neuester Technologie herzustellen, ist das Geschäft des Arnstädter Unternehmers Ulf Teller.

 

Sehr vielfältig sind die Möglichkeiten der Firma ULFTELLER 3D-Druck. Neben großflächigen Geländemodellen bietet das Unternehmen auch sehr kleine Prototypen als Vorlage für Produkte, die in großen Serien hergestellt werden können. Außerordentlich detailreich sind sowohl die großen als auch die kleinsten Modelle. Als Rapid Prototyping, oder auf gut deutsch schneller Musterbau wird diese Technologie bezeichnet.

Grundlage ist der 3D-Druck, mit dem auf speziellen 3D-Druckern in Schritten von 0,085 Millimetern Formen und Strukturen aufgebaut werden. Doch bevor Ulf Teller mit dem Druck beginnen kann, braucht er die Daten jener Objekte oder Flächen, von denen ein Modell entstehen soll.  Für technische Prototypen können die CAD-Daten verwendet werden. Bei Landschaften oder Geländeprofilen sind entweder Befliegungen mit speziellen Stereokameras erforderlich, oder es werden Daten von Geo-Informationssystemen herangezogen. Ulf Teller: „In besonderen Fällen, etwa bei archeologischen Grabungen werden diese Orte per Laserscanning vermessen.“

Teller kann bemerkenswerte Ergebnisse präsentieren: Stadtmodelle von London oder München, die er unter Verwendung verfügbarer Daten hergestellt hat, zum Beispiel von Google Earth. Filigrane Modelle von technischen Lösungen, auch mit verborgenen Hohlräumen oder frei beweglichen Teilen im Inneren verdeutlichten die enormen Möglichkeiten die der 3d-Druck bietet.
Ulf Teller erläuterte: „Die Modelle werden ähnlich wie bei der Computertomografie in viele Layer gesplittet und ausgedruckt.“ Als Druckmaterial wird ein speziell aufbereiteter Gips verwendet, der anschließend mit Epoxydharz infiltriert und damit haltbar gemacht wird. Die Farbgestaltung erfolgt beim Druck entsprechend der in den Daten vorgegebenen Farben. „Dieses Verfahren ist sehr schnell und ermöglich höchste Detailtreue“, erläutere der Unternehmer.

Im März 2009 hat Teller sein noch Ein-Mann-Unternehmen gegründet. Eigentlich kommt er aus dem Maschinenbau und kennt so die Probleme mit neuen Konstruktionen, deren Funktionsfähigkeit erst bei der Erprobung am Modell wirklich beurteilt werden kann. So entdeckte er diese Technologie, die bisher wenig bekannt ist. Das war für den Gründer eine entscheidende Voraussetzung, die Selbstständigkeit zu wagen: „Ich wollte als Existenzgründer etwas Neues machen, das es nicht überall gibt.“  Der Anlauf erwies sich als nicht einfach, da auch potenzielle Nutzer wie Konstrukteure und Architekten kaum etwas über den 3D-Druck und seine großen Möglichkeiten wissen. Inzwischen hat sich das Geschäft jedoch sehr gut entwickelt. Jetzt überlegt er bereits, eine weitere Arbeitskraft, zumindest in Teilzeit zu beschäftigen.

Das 15 Quadratmeter große Landschaftsmodell vom „Erfurter Kreuz“ hat sich als großer Erfolg erwiesen. Jetzt ist es im Sitzungssaal des Ilm-Kreis-Landratsamtes aufgebaut und soll künftig bei weiteren Messen und Tagungen ausgestellt werden. Für den Ilmenauer Teil der Technologie Region gibt es Überlegungen, ebenfalls ein Landschaftsmodell herzustellen. Ulf Teller kann es recht sein. Für ihn eröffnen sich somit weitere geschäftliche Möglichkeiten in der Region.3dteller300

Zu ULFTELLER 3D-Druck

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