Der Werkzeugbau ist das Geschäft der INWEBA GmbH in Ilmenau. Das Unternehmen konstatierte für das Jahr 2011 eines der besten Ergebnisse seiner Firmengeschichte.
Landrat Dr. Benno Kaufhold besuchte heute die INWEBA GmbH in ihrem neuen Firmengebäude im Gewerbegebiet „Hohe Straße“ im Ilmenauer Ortsteil Unterpörlitz. Mit dabei waren Ute Oberhoffner, Ortsbürgermeisterin von Unterpörlitz, und Wirtschaftsförderer Thomas Jäcklein als Vertreter der Stadt Ilmenau. Matthias Lotz, Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens, stellte INWEBA als innovativen Werkzeugbauer vor, wie es der Firmenname aussagt.
Das Jahr 2011 bezeichnete Lotz als eines der besten in der Firmengeschichte. Allein das neue Betriebsgebäude habe zu einem Umsatzplus von etwa 25 Prozent geführt. Beträchtliche Energieeinsparungen seien auf der einen Seite die Ursache. Andererseits sei die Wirkung des Bauwerks auf die Kunden nicht zu unterschätzen. Die INWEBA GmbH hat das repräsentative und dennoch sehr zweckmäßige Firmengebäude im vergangenen Jahr von einem Unternehmen erworben, das seine Geschäftstätigkeit einstellte. 30 Mitarbeiter, darunter fünf Auszubildende sind dort jetzt tätig.
Vor allem die Herstellung von Spritzguss und Tiefziehwerkzeugen ist das Hauptgeschäft des Unternehmens. Aber auch Stanz- und Biegewerkzeuge werden gefertigt. Die Kunden kommen deutschlandweit insbesondere aus der Automobilindustrie, der Medizinbranche, und der Elektroindustrie. Ebenso sind Spielwaren- und Freizeitartikelhersteller darunter. Den Schlüssel zum Erfolg, den der Geschäftsführer dem Landrat nannte, will Matthias Lotz auch in der Zukunft weiter pflegen: Es sind dies die hoch qualifizierten Mitarbeiter und der moderne Maschinenpark. Und er fügte hinzu: „Unser wahrer Schatz sind aber unsere Datenarchive. Deshalb unternehmen wir alles, damit keine Daten verloren gehen.“
Bei der Gewinnung qualifizierter Mitarbeiter hat der Firmenchef allerdings inzwischen die ersten Grenzen gesehen. Als Ausbildungsbetrieb für Werkzeugmacher und Zerspanungsfacharbeiter sorgt die INWEBA seit vielen Jahren für den eigenen Nachwuchs. Doch inzwischen beklagt Lotz, dass er kaum noch ausbildungsfähige Jugendliche findet: „Für viele, die sich für einen Ausbildungsplatz bewerben, sind die vier Grundrechenarten bereits an der Grenze des Möglichen.“ Der Landrat empfahl dem Firmenchef, frühzeitig im direkten Kontakt mit den Schulen junge Leute für die Ausbildungsberufe Werkzeugmacher und Zerspanungsfacharbeiter zu interessieren.
Permanent arbeitet der Geschäftsführer an der Modernisierung der INWEBA GmbH: „Ein Unternehmen entwickelt sich wie auf einer Treppe. Schritt für Schritt muss es nach oben gehen.“ Für Lotz bedeutet dies, permanent die Wettbewerbsfähigkeit seiner Firma auf den Prüfstand zu stellen und laufend neue Lösungen zu schaffen: „Wir müssen immer auf dem neuesten Stand sein, um den Anförderungen unserer Kunden nach Genauigkeit und Kosten gerecht zu werden.“ Und eine wichtige Vision, so sagte er dem Landrat, habe er in den zurückliegenden Jahren umsetzen können: „Mit Erfolg ist es gelungen, die INWEBA in ein Familienunternehmen zu überführen.“ Auch die Nachfolge sei gesichert.
Anlauffoto: INWEBA-Geschäftsführer Matthias Lotz und Landrat Dr. Benno Kaufhold beim Unternehmensbesuch. Foto: wr