2011 war das erfolgreichste Jahr für die EXOR PRO GmbH. Das Ilmenauer Unternehmen entwickelt Softwarelösungen, die insbesondere in der Logistikbranche benötigt werden.
Zehn Jahre alt wird das Ilmenauer Softwareunternehmen EXOR PRO GmbH in diesem Jahr. Nach dem Studium der Wirtschaftsinformatik an der TU Ilmenau gründeten Falko Rotter und Kristian Kalweit die Firma. Zunächst wählten sie Gotha als Standort, weil dort die Kunden für die Leistungen der beiden Gründer zu finden waren: Zahlreiche Logistikunternehmen, die sich an der Autobahn angesiedelt haben. 2004 wurde der Firmensitz der EXOR PRO GmbH nach Ilmenau verlegt, zunächst ins Technologie- und Gründerzentrum, später in Räume in der Ziolkowskistraße, in denen das Unternehmen bis heute arbeitet.
Dort stattete Oberbürgermeister Gerd-Michael Seeber der Firma seinen Betriebsbesuch ab. Landrat Dr. Benno Kaufhold hatte sich dem Besuch angeschlossen. Ebenfalls dabei waren Bürgermeister Volker Acker und der städtische Wirtschaftsförderer Thomas Jäcklein. Auf die Frage des Oberbürgermeisters, wo die Stadt Unterstützung bei der Unternehmensentwicklung bieten kann, fand sich schnell eine Antwort. Die Firma mit sieben Mitarbeitern ist in den jetzigen Räumen an ihre Kapazitätsgrenze gelangt. Falko Rotter sagte dazu: „Wenn wir beim nächsten größeren Auftrag Leute einstellen müssen, können wir hier nicht bleiben.“ So schlug der OB den beiden Unternehmern vor, das Technologieterminal ins Auge zu fassen. Diesen Standort fanden die beiden Unternehmer sehr gut, allerdings bemerkten sie, dass der Bedarf bereits eintreten bevor das Terminal B fertiggestellt ist.
Mit 950.000 Euro hatte sich 2011 der Umsatz der EXOR PRO GmbH verdreifacht. Damit war das vergangene Jahr das erfolgreichste für das Unternehmen überhaupt. Auch 2012 rechnen Falko Rotter und Kristian Kalweit wieder mit guten Aufträgen. Die beiden selbst entwickelten Produkte, das Lagerverwaltungs- und Lagersteuerungssystem „Kelvin WMS“ und die Plattform „DataMorph“ zur Daten und Systemintegration, sind inzwischen gut eingeführt. Auf namhafte Kunden wie den international tätigen Logistiker Rhenus und die Jenoptik AG kann die EXOR PRO verwiesen.
Das Logistiksystem „Kelvin WMS“ sorgt dafür, dass die Ware die Lager immer pünktlich und vollständig verlässt. Das Softwareprodukt „DataMorph“ eröffnet die Möglichkeit Daten, die aus unterschiedlichsten Unternehmen und Systemen stammen, zusammenzuführen. Dadurch wird der Datenaustausch zwischen verschiedensten Unternehmen möglich. Eine Fähigkeit, die besonders in Logistikunternehmen notwendig ist. Kristian Kalweit unterstrich, dass sich gerade bei der Entwicklung dieser Produkte das Studium der Wirtschaftsinformatik als sehr vorteilhaft erwiesen habe, weil die betriebswirtschaftliche Komponente sehr wichtig ist.
Eine Vision von Falko Rotter und Kristian Kalweit besteht darin, in künftigen Produkten einen Spagat zwischen Standard- und Individualsoftware zu schaffen.Sie verfolgen dabei einen prozessorientierten Ansatz, mit Standardmodulen individuelle Lösungen zu schaffen. Sie hoffen so, auch in Zukunft weiterhin hochwertige und doch günstige Softwareprodukte bieten zu können. Der Landrat Dr. Benno Kaufhold sagte zu, Kontakte zu weiteren Logistikunternehmen in der Region zu vermitteln.
Anlauffoto: Die Gründer und Geschäftsführer der EXOR PRO GmbH, Falko Rotter (l.) und Kristian Kalweit. Foto: wr