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Aus Sicht der Leitstelle des Ilm-Kreises war der Stresstest eigener Alarmsysteme erfolgreich

Während das bundesweite Modulare Warnsystem (MOWAS) am Warntag zusammengebrochen ist, haben die eigenen Systeme im Ilm-Kreis offenbar reibungslos funktioniert.

Aus Sicht der Leitstelle des Ilm-Kreises war der bundesweite Warntag am 10. September 2020 eine gute Möglichkeit, diverse Alarmierungen und Abläufe im Hintergrund zu testen. „Wir haben den Tag genutzt, um die Leitstelle einem Stresstest zu unterziehen, und das hat gut geklappt“, sagte der Leiter des Brand- und Katastrophenschutzamtes und Rettungsdienstes, Sebastian Arnold. Zu dem bundesweiten Warntag sollten überall wo das möglich war die Sirenen erklingen und so auf die Warnsignale in den Orten hinweisen. Gleichzeitig sollten über Warn-Apps, das Radio und Fernsehen entsprechende Informationen an die Bevölkerungen gegeben werden. Dieser Stresstest hat im Ilm-Kreis die gleichen Probleme bereitet, wie sie in vielen anderen Teilen Deutschlands aufgetaucht sind. Informationen über die Warn-App NINA kamen spät oder gar nicht. Sirenen wurden nicht gehört oder lösten nicht aus, das Modulare Warnsystem (MOWAS) des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe brach zusammen.

Amtsleiter Brand- und Katastrophenschutz: „Unser System hat standgehalten“

Amtsleiter Sebastian Arnold sagte dazu: „Wir haben den Stresstest in der Leitstelle des Ilm-Kreises genutzt, um bestimmte Abläufe bei Alarmierungen und Systeme, die im Hintergrund laufen, zu testen. Aus Sicht des Brand- und Katastrophenschutzamtes und Rettungsdienstes ist das auch gelungen. Unser System hat standgehalten. Auch während der Aktion konnten Alarmierungen entgegengenommen und abgearbeitet werden. Für uns war der Warntag erfolgreich.“

In Absprache mit der Landeshauptstadt Erfurt, die gleiche Frequenzen zum Ansteuern der Sirenen nutzt wie der Ilm-Kreis, löste der Ilm-Kreis den Signalton „Feueralarm“ zwei Minuten nach 11 Uhr aus und steuerte die Sirenen an. Vielerorts erklangen die Sirenen. In den sozialen Medien gaben aufmerksame Bürger Rückmeldungen dazu. So waren die Sirenen in Ilmenau nur leise, auf der Pörlitzer Höhe gar nicht zu hören. Auch in Langewiesen sei nichts zu hören gewesen. In Altenfeld und Großbreitenbach habe alles geklappt.

 

„Solche Informationen sind sehr hilfreich. Nur so können wir wissen, wo und wie die Sirenen tatsächlich zu hören waren. Solche Rückmeldungen können auch gern an unser Amt gegeben werden“, sagt Sebastian Arnold. Eine kurze Auswertung mit den Ortswehren werde es ebenso noch geben. Weiter berichtete er: „Wir haben auch die Probleme mit dem Modularen Warnsystem gemerkt. Wir hatten Schwierigkeiten, uns anzumelden und Nachrichten zu versenden.“ Nichtsdestotrotz sei er froh, dass die eigenen, entscheidenden Systeme und Abläufe reibungslos funktionierten.