EN
DE

Die Bauwirtschaft in Ilm-Kreis und Landkreis Gotha schloss 2018 mit Zuwächsen ab

Für das vergangene Jahr ermittelte das Thüringer Landesamt für Statistik im Thüringer Bauhauptgewerbe eine positive Entwicklung bei Umsätzen und Auftragseingängen.

Wohnungsbaumaßnahme in Ilmenau: Foto: wr

Auch im Ilm-Kreis zeigte sich 2018 eine positive Entwicklung in der Bauwirtschaft entsprechend des Trends in Thüringen. Der baugewerbliche Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr von knapp 90 Millionen Euro auf gut 91,5 Millionen Euro. Dabei sank die Zahl der Beteiligten Betriebe von 16 auf 15, wie auch die Zahl der Beschäftigten von 721 auf 719 leicht zurück ging. Gezählt wurden Unternehmen des Bauhauptgewerbes mit 20 und mehr tätigen Personen. Als deutlich stärker als im Ilm-Kreis erwies sich erneut die Bauwirtschaft im Landkreis Gotha. Allerdings war hier auch ein signifikanter Umsatzrückgang zu verzeichnen, nämlich von 128 Millionen Euro in 2017 auf 116,5 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Die Anzahl der Unternehmen des Bauhauptgewerbes blieb indes mit 15 gleich, die Zahl der Beschäftigten stieg von 1000 in 2017 auf 1030 in 2018.

Wohnungsbau in Landkreis Gotha und Ilm-Kreis

Im Wohnungsbau gab es im Ilm-Kreis 2018 für 267 Wohnungen Baugenehmigungen. Darunter finden sich 208 Neubauten und 59 Um- und Ausbauten. Mit 129 ist der Anteil der Einfamilienhäuser am höchsten, der von Mehrfamilienhäusern folgt mit 65 vor 14 Zweifamilienhäusern. Im Landkreis Gotha wurden 2018 216 Baugenehmigungen für Wohnungen erteilt, Darunter 183 für den Neubau und 33 für Um- und Ausbau. Auch hier überwog die Zahl der Einfamilienhäuser mit 108 deutlich vor 65 Mehrfamilienhäusern und zehn Zweifamilienhäusern.

Für die Betriebe des Thüringer Bauhauptgewerbes mit 20 und mehr tätigen Personen insgesamt ermittelte das Thüringer Landesamt für Statistik einen Gesamtumsatz in Höhe von 2,3 Milliarden Euro. Bei gleicher Anzahl an Arbeitstagen wie im Jahr 2017 und durchschnittlich acht Unternehmen mehr war das ein um 144 Millionen Euro beziehungsweise 6,5 Prozent höheres Umsatzvolumen als im Vorjahreszeitraum. Wohnungsbau, gewerblicher Bau sowie öffentlicher und Straßenbau zeigten im Jahresdurchschnitt 2018 eine positive Entwicklung von Umsatzhöhen und Auftragseingängen.

Gewerblicher Bau in Thüringen mit einem Plus von zwölf Prozent

Am baugewerblichen Umsatz insgesamt hatte der öffentliche und Straßenbau einen Anteil in Höhe von 50,2 Prozent. Im Jahr 2018 wurde im öffentlichen und Straßenbau ein Umsatz in Höhe von 1,2 Milliarden Euro bei den Bauleistungen erwirtschaftet, das war ein Plus von 6,5 Prozent im Vergleich zum Jahr 2017. Von Januar bis Dezember 2018 wurden Aufträge in Höhe von 2,1 Milliarden Euro angenommen. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist dies ein Mehr von 202 Millionen Euro oder ein Zuwachs um 10,6 Prozent. Der gewerbliche Bau verzeichnete mit einem Plus von zwölf Prozent gegenüber Januar bis Dezember 2017 den höchsten Zuwachs an Aufträgen. In den Betrieben des Thüringer Bauhauptgewerbes waren im Jahr 2018 durchschnittlich 14.822 Beschäftigte mit 17,5 Millionen Stunden tätig und erhielten Entgelte in Höhe von 499 Millionen Euro.

Nach vorläufigen Ergebnissen gaben die Bauaufsichtsbehörden 2018 im Wohnungsbau 5.008 Wohnungen zum Bau frei. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 119 Wohnungen beziehungsweise 2,3 Prozent weniger als im Jahr 2017. Der Rückgang resultiert vor allem aus dem deutlich geringeren Baugeschehen an bestehenden Wohngebäuden.

Der Wohnungsneubau verzeichnete 2018 dagegen einen Zuwachs von 325 Wohnungen. Hier sollen insgesamt 4075 Neubauwohnungen dem Wohnungsmarkt zugeführt werden. Verstärkt wurden Genehmigungen für neue Mehrfamilienhäuser erteilt, ein Plus von 496 Wohnungen beziehungsweise 34,5 Prozent mehr als 2017. 49,1 Prozent des neuen Wohnraums sind neue Ein- und Zweifamilienhäuser (2.002). Neuer Wohnraum ist für 1.796 neue Einfamilienhäuser (- 79 gegenüber 2017) sowie 206 Wohnungen in Zweifamilienhäusern geplant (ähnlich viele wie 2017). Die Anzahl der neu genehmigten Wohnheimplätze mit 140 Wohnungen ist gegenüber dem Vorjahr rückläufig (-90 Wohnungen). Durch Um- und Ausbaumaßnahmen in schon bestehenden Wohngebäuden sollen 933 Wohnungen dem Wohnungsmarkt zugeführt werden, dies bedeutet eine um 32,2 Prozent geringere Baunachfrage (- 444 Wohnungen).