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Landkreis Gotha wies als einziger Landkreis Thüringens Bevölkerungswachstum aus

In seiner jüngsten Veröffentlichung stellt das Thüringer Landesamt für Statistik fest, dass Thüringens Einwohnerzahl 2017 um fast 7.000 Personen sank.

Im Landkreis Gotha, mit positiver Einwohnerentwicklung, konnte die Kreisstadt Gotha die größten Bevölkerungszuwächse feststellen. Foto: wr

Unter den Landkreisen konnte einzig der Landkreis Gotha ein Einwohnerplus von 0,1 Prozent verzeichnen. Danach lag die Zahl der Einwohner zwischen Fahner'scher Höhe und Rennsteig zu Silvester 2017 bei 135.521 und damit um 91 Personen über dem Vorjahreswert (135.430). Größte Zuwächse verzeichneten die Kreisstadt Gotha (+417 Personen), die Gemeinden Georgenthal (+43 Personen), Bad Tabarz (+23 Personen), Dachwig (+19 Personen), Großfahner (+15 Personen), Gierstädt (+14 Personen), Warza (+ 13 Personen) sowie das Leinatal (+11 Personen). Die genannten Gemeindezuwächse ergeben nicht den Gesamtzuwachs, da andere Kommunen wiederum Rückgänge zu verzeichnen hatten, beispielsweise Waltershausen (-86 Personen), Friedrichroda (-66 Personen) oder Nesse-Apfelstädt (-58 Personen).

Auch der Ilm-Kreis verlor Einwohner

Neben dem Landkreis Gotha konnten die kreisfreien Städte Erfurt  (+0,9 Prozent), Jena (+0,7 Prozent), Gera (+0,1 Prozent), Eisenach (0,3 Prozent) und Weimar (+0,1 Prozent) noch eine positive Bevölkerungsentwicklung verzeichnen.  Die kreisfreie Stadt Suhl (-1,2 Prozent), der Saale-Holzland-Kreis (-1,8 Prozent) und der Kyffhäuserkreis (-1,1 Prozent) verzeichneten im Jahr 2017 hingegen die größten Bevölkerungsrückgänge in Relation zur Einwohnerzahl. Auch der Ilm-Kreis verlor 2017 Einwohner. Deren Zahl ging von 109.167 am Stichtag 31. Dezember 2016 auf 108.830 Einwohner zum 31. Dezember 2017 zurück. Damit beträgt das Minus 337 Bewohner beziehungsweise 0,3 Prozent.

Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik sank die Einwohnerzahl des Freistaats somit um 6.923 Personen, ein Minus von 0,3 Prozent. Im Jahr 2016 war die Einwohnerzahl Thüringens noch um 12.586 Personen gesunken, deas waren -0,6 Prozent. Am 31. Dezember 2017 lebten 2.151.205 Personen in Thüringen, davon 1.065.004 Personen männlichen und 1.086.201 weiblichen Geschlechts. Der Bevölkerungsrückgang 2017 resultierte aus einem Sterbefallüberschuss (mehr Sterbefälle als Geburten) in Höhe von 11.229 Personen, welcher durch einen Wanderungsgewinn in Höhe von 3.992 Personen allerdings nicht ausgeglichen werden konnte. Hinzu kamen nachträglich die von den Standes- und Meldeämtern gemeldeten Korrekturfälle, welche zusätzlich ein minimales Bevölkerungsplus in Höhe von 314 Personen ausmachten. Im Jahr 2016 gab es hingegen einen Wanderungsverlust von 2.255 Personen und der Sterbefallüberschuss lag bei 9.837 Personen (Korrekturen: -494 Personen).