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Besuch des Oberbürgermeisters beim Unternehmen des Montas Juni

Speziell für die Logistikbranche und den E-Commerce entwickelt und implementiert die EXOR PRO GmbH Softwarelösungen und Lagersysteme.

Die beiden Geschäftsführer der EXOR PRO GmbH (v.l.) Falko Rotter und Kristian Kalweit im Gespräch mit Bürgermeister Kai Tischer und Ilmenaus Oberbürgermeister Gerd-Michael Seeber. Foto: wr

Ilmenaus Oberbürgermeister Gerd-Michael Seeber, Bürgermeister Kai Tischer und Wirtschaftsförderer Sebastian Poppner informierten sich gestern in der EXOR PRO GmbH über die Situation des Unternehmens, über dessen Geschäftsfelder und Zukunftsperspektiven. Die beiden Gründer und Geschäftsführer Falko Rotter und Kristian Kalweit stellten die Firma vor und zeigten sich bei einem Blick in die Zukunft recht optimistisch. Der Oberbürgermeister bezeichnete das Unternehmen als eine jener erfolgreichen Ausgründungen aus der TU Ilmenau, die zwar im Einzelnen eher kleine Firmen sind, aber in ihrer Gesamtheit weit mehr als 1000 Arbeitsplätze in der Stadt geschaffen haben.

2002 gründeten Rotter und Kalweit die Firma zunächst in Gotha, weil dort das erste Projekt zu bewältigen war. Doch bald zog es die Gründer nach Ilmenau zurück, wo beide Wirtschaftsinformatik an der TU Ilmenau studiert hatten. Zunächst fanden sie im Technologie- und Gründerzentrum geeignete Räume, später zog das Unternehmen auf die Pörlitzer Höhe. Seit zwei Jahren ist EXOR PRO auf dem Ilmenauer Gewerbegebiet Langshüttenweg am Grenzhammer ansässig und beschäftigt neun Mitarbeiter. Als eines der Erfolgsgeheimnisse nannte Falko Rotter die Tatsache, dass es keine Investoren von außen gibt und die Unternehmensentwicklung allein aus dem wirtschaftlichen Ertrag generiert wird. Dadurch wachse das Unternehmen zwar langsam, stehe aber immer auf festen Beinen.

Die EXOR PRO GmbH entwickelt Softwarelösungen, die vor allem in der Logistikbranche zum Einsatz kommen, die aber auch für Produktionsbetriebe mit größerer Lagerhaltung geeignet sind. Eines dieser Produkte, das die Softwareentwickler an die jeweils unternehmensspezifischen Erfordernisse anpassen, trägt den Namen KELVIN WMS. Dabei handelt es sich um ein Lagerverwaltungs- und Lagersteuerungssystem, welches in kleinen, manuellen Lagern ebenso eingesetzt werden kann, wie in komplexen, automatisierten Lagern. Aufgrund seines modularen Aufbaus sowie der breit erweiterbaren Palette an Standard-Prozessbausteinen ist KELVIN in der Lage, sich optimal an die jeweiligen Bedürfnisse anzupassen und ist besonders für die Logistik im E-Commerce geeignet, so erläuterten die Geschäftsführer.

Gerade beim E-Commerce sahen die beiden Geschäftsführer gute Zukunftschancen. Hier gäbe es viel Bewegung und Potenzial. Unter zahlreichen Versuchen von Unternehmen, neben Amazon eigene E-Commerce-Plattformen aufzubauen, finden sich immer wieder erfolgreiche Gründungen, die dann geeignete Softwarelösungen benötigen. Auch in der Logistik und Warentransport seien noch viele Chancen verborgen. Deutschland gilt für die Logistikbranche in Europa wegen seiner Mittellage sehr bedeutsam, ebenso Thüringen mit zahlreichen Logistikzentren entlang der großen Verkehrswege. Aus diesem Grund sei Ilmenau ein sehr guter Standort für EXOR PRO, auch wegen des Potenzials an guten Informatikern. Als besonderes Plus nannte Rotter die Tatsache, dass es neben EXOR PRO nur noch ein Softwareunternehmen in Thüringen gibt, das Logistiklösungen erstellt.

Oberbürgermeister Seeber kam auch zu einem besonderen Zeitpunkt bei EXOR PRO zu Besuch: Das Unternehmen war gerade von der Thüringer Agentur für Fachkräftegewinnung (ThAFF) zum Unternehmen des Monats Juni gekürt worden. Jeden Monat zeichnet die ThAFF ein Unternehmen aus Thüringen für seine Attraktivität als Arbeitgeber aus. Dabei kommt es nicht auf Umsatzzahlen, die Größe oder die Zahl der Patentanmeldungen an. Vielmehr sollen mit der Auszeichnung jene Thüringer Firmen vorgestellt werden, die etwas Außergewöhnliches für ihre Mitarbeiter und ihre Region leisten. Das Unternehmen wurde für seine besondere Hinwendung zu den Mitarbeitern ausgezeichnet. Unbefristete Arbeitsverträge, flexible Arbeitszeiten, die eine individuelle Gestaltung des Arbeitstages ermöglichen, eine offene Arbeitsatmosphäre, Familienfreundlichkeit und attraktive Qualifizierungsangebote gaben dabei den Ausschlag.