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Patente sichern Innovationsvorsprung

17 Produktneuheiten aus Thüringen präsentiert das Institut für Erfinderförderung, Innovationen und Netzwerkmanagement (ERiNET) zur 40. Internationalen Messe für Erfindungen in Genf vom 18. Bis 22. April, darunter zwei Erfindungen aus der TU Ilmenau.

 

 

Vorgestellt werden die Innovationen aus Thüringen an Gemeinschaftsstand „Thüringer Wirtschaft & Wissenschaft“ des Thüringer Institutes für Erfinderförderung, Innovationen und Netzwerkmanagement (ERiNET) auf der Erfindermesse in Genf. Das im TGF Schmalkalden ansässige und von Jens Dahlems gegründete Institut widmet sich unter anderem der Erfinder- und Gründerförderung. Unter den 1000 Erfindungen, die 789 Aussteller aus 46 Ländern präsentieren ist Thüringen mit 17 Exponaten dabei. Auf der Messe geht es darum, dass Erfinder für ihre Patente die richtigen Verwertungspartner finden. Zwei Erfindungen aus der TU Ilmenau sind zu sehen, die vom PATON Landespatentzentrum Thüringen betreut werden.

Eine neue „Arbeitsschutz – Orthese“ wird von der Technischen Universität Ilmenau, PATON Landespatentzentrum Thüringen, Patentverwertungsagentur präsentiert. Ansprechpartner Sascha Erfurt erläutert, dass die Arbeitsschutz-Orthese zur Stabilisierung und Entlastung der Wirbelsäule bei schwerer körperlicher Arbeit dient. Die segmentierte Rücken-Orthese kann zwei Zustände einnehmen – Tragkomfort durch freie Beweglichkeit und Schutz durch Stabilisierung der Haltung. Die Individualisierungsfunktion ermöglicht dem Träger, dass die Konfiguration im stabilisierenden Zustand der Rückenkontur des Nutzers annimmt und somit eine optimale medizinische Funktion gewährleistet.

Die programmierbare multifunktionale Blende zur Untersuchung eines optischen Systems wird von der Technischen Universität Ilmenau, PATON Landespatentzentrum Thüringen, Patentverwertungsagentur präsentiert. Ansprechpartner Stephan Zeumann stellt ein neues, quantifiziertes Verfahren in der Augenheilkunde (Ophthalmologie), vor. Über die bessere Streulichtquantifizierung am Vorderabschnitt des Auges kann der Grad von Linsentrübungen (Katarakt) gemessen werden. Die neue Technologie ist eine kombinierte Untersuchung von (vorwärts gestreutem-) Streulicht und Wellenfrontaberrationen des Auges.

Die Analytik Jena AG, Niederlassung Eisfeld, Reinhard Jacob aus Eisfeld präsentiert eine Helligkeitssteuerung mit sehr geringer Eigenstromaufnahme (ca. 5 Mikroampere) und Augenempfindlichkeit angepasster Kennlinie bei einem Dynamikbereich von 1:10000. Durch Mikrocontroller und Magnetsensoren realisierte wasserdichte Umschaltung der Kennlinie (Kennlinienfeld). Die Umschaltung ist gegenüber ungewollter Verstellung geschützt. Eine Batteriewarnung ist integriert.

Die Geräte- und Pumpenbau GmbH, Dr. Eugen Schmidt, Andreas Schmidt aus Merbelsrod stelle in Genf die Weltneuheit, eine schaltbare Kühlmittelpumpe mit regelbarem Kugelventil, vor. Die Erfindung betrifft die weltweit erste riemengetriebene Pkw-Kühlmittelpumpe mit halbaxialem Laufrad. Erstmals wird ein Gleitlager in einer riemengetriebenen Kühlmittelpumpe eingesetzt

Ein innovatives Ladegerätesystem „SLH und OnBoard-Ladegerät ELH“ wird von der  MEG Mechanik GmbH, Geschäftsführer Uwe Zimmermann aus Gießübel vorgestellt. Das Ladegerätesystem SLH ermöglicht das Laden von verschlossenen und geschlossenen Bleiantriebsbatterien sowie von L-Ionen-Batterien mit Nennspannungen von 12V – 80V. Innovativ sind der modulare Aufbau aus mehreren Leistungsmodulen, die vielfältigen Schnittstellen zu externen Systemen und das Optionspaket. Bei den Ladegeräten „OnBoard ELH“ handelt es sich um gekapselte Geräte mit der Schutzart IP54. Diese kleinen und mit hohem Wirkungsgrad arbeitenden Geräte sind kaskadierbar, besitzen ein CAN-Interface und Funkschnittstelle.

Eine Weltneuheit stellt die Erfindung „MAS-Bauelemente“ dar. Ein revolutionäres Baukonzept, das auf der Herstellung von steckbaren Formelementen aus Polymerbeton mit Wüstensand basiert. Mit mobilen Anlagen und lokalen Materialien wird umweltfreundlich produziert und enorme Logistikkosten eingespart. Die entstehenden Häuser sind äußerst haltbar, wohnlich und die Bauelemente wie Lego-Steine vielseitig wieder verwendbar.  Der Erfinder, Gunther Plötner, von der PolyCare Research Technology GmbH & Co. KG aus Gehlberg hat diese Innovation entwickelt.

Dr. Gerhard Dust von der PolyCare Research Technology GmbH & Co. KG aus Gehlberg, stellt seine neuste Entwicklung, den „NighTec Eco-Green Pflasterstein“ in Genf vor. Die neuartigen, extrem dauerhaften Pflastersteine aus Polymerbeton, deren Oberfläche Licht speichert und die in der Dunkelheit selbständig leuchten, stellen in dieser Form eine Weltneuheit dar. Das frostfeste Grundmaterial besteht zu 87 % aus Wüstensand (oder Recyclingstoffen) und die Leuchtpartikel sind weder giftig noch radioaktiv. Der Leuchtprozess unterliegt keiner Abnutzung, verbraucht keine Energie und hat positive Einflüsse auf die menschliche Psyche. 

Toralf Ifland aus Dingelstädt / Eichsfeld möchte die internationalen Fachbesucher mit seiner innovativen Idee einer „Stationären Enteisungsanlage für LKW-Sattelaufliegerdächer“ überzeugen. Die stationär betriebene Enteisungsanlage wird beim Einfahren des LKW gestartet und die automatische Enteisung beginnt. Die Eisschicht wird mechanisch gebrochen und gelöst. Die Eisschollen oder Schnee werden im Verlauf der Enteisung mittels verschieden angeordneter Bürsten unter Verwendung von Druckluftstößen vom Dach entfernt.  

Catharina Linden und Johanna Holldack aus Berlin präsentieren erstmals in Genf die Produktinnovation „LeClic“. Wir halten fest, was andere suchen. LeClic bietet die Lösung für alle Brillenträger.

Anja Kirsch und Dieter Kirsch aus Bad Langensalza präsentieren eine praktische Erfindung, den „Jordi-Stick“. Der Jordi-Stick verbindet ein Inhaliergerät mit einem Computer. Dadurch ist ein Kind in der Lage, durch die Atmung ein Computerspiel zu steuern. Das Inhalieren wird zu einem Spiel und erleichtert so die Therapie.

Der Erfinder Gerhard Ege aus Ehingen präsentiert am Gemeinschaftsstand in Genf sechs praktische Neuheiten und pfiffige Lösungen, die den Alltag erleichtern helfen. Diese sind: Folienspender mit freiem Zugriff auf gewünschte Folienart und separate Schneidleistung; Globuli-Dosierer (Pillen), einfache Dosierung fixer bzw. variabler Stückzahlen – einhändig möglich; Pulver-Dosierer (Curry…) hat an der Außenseite eine Öffnung. Beim Drehen überschneiden sich die Dosierkammern der Dose mit der Auslassöffnung des Deckels und gibt so Dosiergut frei. Weitere Erfindungen sind: der Rollenhalter für perforierte (Küchen-) Rollen. Die Blattentnahme ist einhändig möglich – freier Zugriff; der universelle Dosierer ist für alle rieselfähigen Stoffe (Zucker, Gewürze u.a.) geeignet. Die Drehrichtung ist beliebig. Die Menge ist proportional zum Drehweg. Keine Dosierstösse – stets aromadicht und der „Crazy Screw“ – die Trickschraube. Ein „eingesperrtes“ Symbol soll ohne Gewalt befreit werden. Know-how als Geduldspiel für alle Altersgruppen.

Leonie Wellhausen aus Maintal präsentiert als älteste Erfinderin mit über 85 Jahren die „G+R Zigarette - Genuss- und Rauchzigarette ohne Tabak, Nikotin, Kraut“. Die G+R Zigarette verbindet eine essbare Hülle mit einem feinduftenden Raucherlebnis. Keine Gesundheitsgefahr für Raucher oder Passiv-Raucher. Die Neuentwicklung kann dazu beitragen, dass ein Umsteigen und Entwöhnen vom gesundheitsschädlichen Tabakrauchen möglich ist. Zur Erfindung gehört eine essbare Hülle mit einer Süßwarenfüllung.

Zum Institut für Erfinderförderung, Innovationen und Netzwerkmanagement (ERiNET)

Zur 40. Internationalen Messe für Erfindungen in Genf

Anlauffoto: Jens Dahlems, Geschäftsführer des Instituts für Erfinderförderung, Innovationen und Netzwerkmanagement (ERiNET). Foto: ERiNET