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Ilmenauer Lichterfest erhellte die Herzen und füllte Spendendosen

Die Firma FW-Automobile Weisleder aus Ilmenau-Roda unterstützt mit einer Spende das Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland und hilft somit schwerkranken Kindern.

Bei der Spendenübegabe an das Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland: (v.l.) Geschäftsführer Frank Weisleder, Ehefrau Sabine Weisleder und Sohn Sebastian Weisleder.

Über eine Spende in Höhe von 500 Euro kann sich der gemeinnützige Trägerverein des Kinder- und Jugendhospizes Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz freuen. Geschäftsführer Frank Weisleder, Ehefrau Sabine Weisleder und Sohn Sebastian Weisleder luden Freunde, Kunden, Geschäftspartner und Interessierte ein, gemeinsam, im Rahmen des Ilmenauer Lichterfestes, mit zu feiern. Dabei spendete die Firma FW-Automobile die Einnahmen aus den Erlösen des Verkaufes von Bratwurst, Glühwein, Kaffee und Kuchen und bat darüber hinaus noch die aufgestellten Spendendosen zu füllen. So brachte das Lichterfest nicht nur Licht in die vorabendliche Dunkelheit, sondern auch Wärme in die Herzen der Gäste, die die Spendendose reichlich füllten.

Besonderer Dank gilt auch den Firmen Fahrzeugaufbereitung Nöckel und Zimmerei Heyder, die zum Gelingen des Festes beigetragen haben. Frank Weisleder rundete den Betrag nun auf glatte 500 Euro auf. Die Spendensumme wurde offiziell an Lutz Schulz, ehrenamtlicher Mitarbeiter beim Kinderhospiz, übergeben. Und der war sichtlich erfreut, über die großzügige Zuwendung: „Wir sind sehr stolz und dankbar über das entgegengebrachte Vertrauen und die Unterstützung. Nur dank der Hilfe unserer Spender können wir helfen. Daher insbesondere im Namen der Familien, die wir in unserem Haus betreuen: Danke.“. Und auch für Frank, Sabine und Sebastian Weisleder ist das Kinderhospiz ein Herzensprojekt: „Wir möchten dort helfen, wo Hilfe dringend gebraucht wird. Die Arbeit, die im Kinderhospiz geleistet wird, kann gar nicht hoch genug geschätzt werden.“

Über 40.000 Kinder- und Jugendliche sind in Deutschland von einer tödlichen, lebenslimitierenden Krankheit betroffen. Das stationäre Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz gibt den betroffenen Familien die Möglichkeit, bis zu 28 Tage im Jahr hier zusammen einzuziehen. Das ganzheitliche Pflege- und Betreuungskonzept bietet nicht nur die liebevolle und optimale Pflege für das schwer kranke Kind, vielmehr ist es eine umfassende Familienhilfe. Die Entlastungsaufenthalte stärken das gesamte Familiensystem, schaffen neue Kraft bei den betroffenen Eltern für die oftmals sehr aufwändige 24-Stunden-Pflege des kranken Kindes und fördern auch die gesunden Geschwisterkinder.

Über 30 fest angestellte Mitarbeiter und viele ehrenamtliche Helfer arbeiten aktuell dort. Der gemeinnützige Trägerverein ist dauerhaft zu einem Höchstmaß auf Spenden angewiesen, um sein wichtiges Hilfsangebot aufrechterhalten zu können. Mehr als 850.000 Euro werden an Spenden pro Jahr benötigt, um allein den Betrieb der sozialen Einrichtung sicherzustellen, da die derzeitige Finanzierung durch die Krankenkassen hierzu nicht ausreicht. Über 700 betroffene Familien aus dem gesamten Bundesgebiet nutzten seit der Einweihung des Kinder- und Jugendhospizes im November 2011 das stationäre Hilfsangebot des Trägervereins. 6.000.000 Euro wurden seit dem Jahr 2008 in den Kauf und den Umbau des ehemaligen Verwaltungsgebäudes der Thüringer Fernwasserversorgung in Tambach-Dietharz im Thüringer Wald zum Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland investiert. 92 Prozent dieser Investitionssumme wurden durch Spenden von Privatpersonen, Vereinen, Schulen und Unternehmen und nichtstaatlichen Zuwendungen durch Stiftungen aufgebracht.

Dank dieser Hilfe entstand ein buchstäblich zweites Zuhause für diese betroffenen Familien, fernab von jeder Krankenhausathmosphäre. Betrieben wird das stationäre Kinderhospiz von einem gemeinnützigen Trägerverein. Ein sechsköpfiger ehrenamtlicher Vorstand leitet die Geschicke bereits seit dem Jahr 2005 und hat so in den vergangenen zehn Jahren Ostdeutschlands größtes ehrenamtlich organisiertes Sozialprojekt initiiert. Der Gründer, Inititiator und bis heute ehrenamtliche Vorstandsvorsitzende Klaus-Dieter Heber wurde im Jahr 2015 mit dem „Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland“ ausgezeichnet.

Im Jahr 2017 plant der Trägerverein den dringend erforderlichen Ausbau des Kinder-und Jugendhospizes, da die Nachfrage steigt. So sollen in einem noch unsanierten Nebengebäude neue Gästezimmer, Therapieräume, Gemeinschafts- und Sozialräume sowie eine Holzwerkstatt entstehen. Hierfür werden zusätzliche 750.000 Euro Investitionskosten benötigt. Leider stehen hierfür derzeit keine Förderungen zur Verfügung. Spendenkonto - IBAN: DE64860205000003566900, BIC: BFSWDE33LPZ, Bank für Sozialwirtschaft.