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Führende deutsche und russische Universitäten treffen sich an der TU Ilmenau

Auf Initiative der Hochschulrektorenkonferenz und des russischen Verbandes Führender Universitäten treffen sich in dieser Woche vier deutsche und sechs russische Universitätsleitungen an der TU Ilmenau.

Die Rektoren russischer und deutscher Universitäten beraten an der TU Ilmenau über die weitere stärkung der Zusammenarbeit. Foto: TU Ilmenau

Ziel des Zusammentreffens ist es, die deutsch-russische Zusammenarbeit von Universitäten voranzutreiben. Alle beteiligten Universitäten aus Deutschland und aus Russland unterhalten bereits bedeutende Kooperationen mit Hochschulen des jeweils anderen Landes. Noch bedürfen solche Zusammenarbeiten aber großer eigener Anstrengungen der interessierten Universitäten. Das Deutsch-Russische Rektorentreffen will gemeinsame, institutionalisierte Kooperationserleichterungen auf den Weg bringen.


Bestandsaufnahme der aktuellen Entwicklungen

Nach einer Bestandsaufnahme der aktuellen Entwicklungen der Hochschulsysteme in der Russischen Föderation und in Deutschland besprechen die Rektoren und Präsidenten der deutschen und russischen Universitäten im Beisein von Vertretern des Deutschen Akademischen Austauschdienstes, DAAD, die Zukunft der deutsch-russischen Hochschulzusammenarbeit. Die Rektoren beabsichtigen, eine Expertengruppe einzusetzen, die Empfehlungen für deutsch-russische Masterstudiengänge und für eine gemeinsame Betreuung von Doktoranden erarbeiten wird. Nicht nur der beiderseitige Export von Studiengängen, auch der Austausch von Mitarbeitern wird Diskussionsthema der Rektoren sein. Ebenso im Fokus der Gespräche: die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und der Wirtschaft, Wissenstransfer in die Gesellschaft und die Veränderungen bei wissenschaftlichen Veröffentlichungen durch nationale Lizenzverträge mit Wissenschaftsverlagen.

Teilnehmer des Deutsch-Russischen Rektorentreffens auf deutscher Seite sind die Technische Universität Ilmenau, die Ruhr-Universität Bochum, die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und die Universität Stuttgart. Auf russischer Seite unter anderem dabei: die Finanzuniversität bei der Regierung der Russischen Föderation in Moskau, die Nationale Technische Forschungsuniversität Kasan, die Staatliche Universität Sankt Petersburg und die Staatliche Elektrotechnische Lenin-Universität Sankt Petersburg.

Stärkung der Wirtschafts- und Forschungsleistungen

Während die deutsch-russische Zusammenarbeit auf Hochschulebene auf deutscher Seite von der Hochschulrektorenkonferenz, dem Zusammenschluss der deutschen Hochschulen, vorangetrieben wird, hat Russland vor elf Jahren damit begonnen, Maßnahmen zur Stärkung der Wirtschafts- und Innovationsleistung des Landes auch im Hochschulsektor zu ergreifen. So sind für die deutsch-russische Hochschulzusammenarbeit die Gründung von Föderalen Universitäten und die Etablierung von Forschungsuniversitäten von besonderer Bedeutung. Von diesen inzwischen rund 40 sogenannten „Führenden Universitäten“ erhofft sich die russische Regierung die Stärkung der Wirtschafts- und Forschungsleistung des Landes.

Für die TU Ilmenau ist es eine Ehre, Gastgeber des Deutsch-Russischen Rektorentreffens sein zu dürfen. Sie stärkt damit ihre Internationalisierungsbestrebungen im Allgemeinen und ihre Kooperationen mit russischen Universitäten im Besonderen.