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Know-how-Transfer zwischen Thüringer Hochschulen und innovativen Unternehmen beschleunigen

Die TGF Schmalkalden/Dermbach GmbH, die Hochschule Schmalkalden, die TU Ilmenau und die Stadt Schmalkalden haben eine gemeinsame Sonderausstellung auf den Weg gebracht.

Innovative Entwicklungen und Erfindungen aus Thüringer Universitäten und Hochschulen sollen scheller den Weg zu interessierten Unternehmen der Region finden. Im Bild: Messanlage zur Qualitätssicherung des IMMS Ilmenau. Foto: wr

Bis zum 1. September 2017, Montag bis Freitag, in der Zeit von 10 Uhr bis 17 Uhr, ist Sonderausstellung zum Thema: „Innovationen aus der Wissenschaft trifft Projektergebnisse aus ZIM-Forschungs- und Entwicklungsvorhaben“ im TGF Schmalkalden/Dermbach geöffnet. Die Technologie- und Gründer- Fördergesellschaft (TGF) Schmalkalden/Dermbach GmbH, die Hochschule Schmalkalden, die Technische Universität Ilmenau, Landespatentzentrum PATON | Patentmanagement Thüringer Hochschulen und die Stadt Schmalkalden sie gemeinsam auf den Weg gebracht. Zusammen wollen die Einrichtungen Innovationen, Entwicklungen und Erfindungen aus Thüringer Universitäten und Hochschulen interessierten Unternehmen der Region vorstellen.

„Thüringen verfügt über eine innovative Forschungslandschaft und leistungsstarke Unternehmen“, so Roswitha Lincke, Geschäftsführerin der TGF GmbH, zu den zahlreichen Gästen bei der Ausstellungseröffnung. Allerdings dauere es noch zu lange, bis Ergebnisse aus Forschung und Entwicklung in marktreife Produkte oder Verfahren münden. Mit dieser Initiative im Rahmen des „Innovationscampus smalcalda“ solle vor allem der Austausch zwischen Forschern und Unternehmen der Region im Bereich der Grundlagenforschung aber auch der Industrieanwendung verbessert werden, sagte Roswitha Lincke weiter.

Forschungsleistungen steigern Attraktivität von Unternehmen

Professor Elmar Heinemann, Rektor der Hochschule Schmalkalden hob hervor, dass wissenschaftliches Arbeiten und Forschung die Triebfeder für Innovationen bilden: „Forschung und Transfer sind wichtige Wettbewerbsfaktoren und bilden Perspektiven im wirtschaftlichen Kontext sowie in der Ausbildung der Studierenden. Mit dieser gemeinsamen Initiative wird deutlich, dass erbrachte anwendungsorientierte Forschungsleistungen die Attraktivität der Südthüringer Unternehmen steigert.“ In Auswertung der gelungenen Veranstaltung „Tag der Produktinnovation“ im April 2017 im TGF Schmalkalden werde über die Sommerzeit die Sonderausstellung im Foyer der TGF GmbH in Schmalkalden gestaltet, um den Know-how-Transfer zwischen Thüringer Universitäten, Hochschulen und Instituten sowie innovativen Unternehmen zu beschleunigen. Im Rahmen der Initiative „Innovationscampus smalcalda“ solle der Austausch zwischen Forschern und Unternehmen im Bereich der Grundlagenforschung aber auch Industrieanwendung verbessert werden.

„Vor diesem Hintergrund sind Politik, Unternehmen und die Hochschule gleichermaßen gefordert, ihren Beitrag zur Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu leisten“, betonte Dr. Stefan Svoboda, 1. Beigeordneter der Stadt Schmalkalden in seinem Grußwort. Ein wichtiger und richtiger Schritt in diese Richtung stelle die Sonderausstellung im Rahmen der Initiative „Innovationscampus smalcalda“ für die Region dar. Schwerpunkt der Ausstellung bildet die Vorstellung von unterschiedlichen Technologieangeboten mittels Poster-Präsentation der Thüringer Universitäten und Hochschulen. Weit über 40 technische Lösungen, Verfahren und Produktentwicklungen wurden von Jana False, Leiterin Patentmanagement Thüringer Hochschulen, und von Stephan Zeumann beide vom PATON an der Technischen Universität Ilmenau fachkompetent vorgestellt.

Große Variation von Schutzrechten nutzen

Patentingenieur Jens Dahlems von der TGF GmbH unterstrich: „Als Unternehmer sollte man sich unbedingt gegen Plagiate jeglicher Art schützen. Denn ansonsten drohen nicht nur konkrete Absatzdefizite. Es besteht auch die Gefahr der Erosion erworbener Schutzrechte, die man für seine Produkte mitunter mühevoll erworben hat. Dabei gibt es eine große Variation von Schutzrechten, wobei die Abgrenzung nicht immer ganz einfach ist.“ Eine Patentanmeldung solle daher nur vorgenommen werden, wenn die Beschreibung gut durchdacht, die Patentansprüche klar formuliert und die Vermarktbarkeit kritisch hinterfragt wurde, so Dahlems weiter.

Das TGF möchte als ein bedeutendes ZIM Kompetenzzentrum in Südthüringen für innovative Kooperationsnetzwerke unsere Erfahrungen kommunizieren und Möglichkeiten im Hinblick auf die industrieorientierte ZIM Förderung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) geben. Erste Ergebnisse aus ZIM Forschungs- und Entwicklungsvorhaben aus den Kooperationsnetzwerken „SmartTec“ – Entwicklung und Umsetzung von Methoden sowie Technologien intelligenter Funktionswerkstoffe für Smart-Factory-Lösungen und „AdMessTec“ Entwicklungen und Umsetzung adaptiver, digitaler Multisensor-Messsysteme zur Qualitätssicherung ergänzen die Sonderausstellung.

Geboten wird eine unternehmerische Plattform zum Gedankenaustausch. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, dass Unternehmen den konkreten Bedarf an industrienaher Forschung kommunizieren. Die Transferstelle der Hochschule Schmalkalden initiiert und koordiniert Forschungskooperationen auf kurzem Weg. Der Bedarf der Unternehmen wird an den Thüringer Verwertungsverbundes | PATON-PTH weitergeleitet und der Kontakt zu den Forscher-Teams der Wissenschaftseinrichtungen hergestellt.