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„Jetzt ist das Land in der Pflicht, seine Versprechungen einzuhalten!“

Zur Zukunft des Rennsteig-Shuttles findet eine Anhörung des Ausschusses für Infrastruktur, Landwirtschaft und Forsten, des Thüringer Landtages statt.

Mit Volldampf und Verkehrsbestellung auf den Rennsteig fahren? Noch steht das Land auf der Bremse. Foto:wr

„Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, jetzt ist das Land am Zug!“, so Petra Enders, Landrätin des Ilm-Kreises, zur weiteren Vorgehensweise bei der Zukunftssicherung des Rennsteig-Shuttles. Am kommenden Donnerstag findet nämlich um 10 Uhr, am Bahnhof Rennsteig, eine Anhörung des Ausschusses für Infrastruktur, Landwirtschaft und Forsten, des Thüringer Landtages, statt, in der das Thema im Mittelpunkt steht. Neben dem Landkreisen, Kommunen und der Rennsteigbahn, sollen das Biosphärenreservat Thüringer Wald, die IHK, die Thüringer Tourismusgesellschaft, der Regionalverbund Thüringer Wald und weitere Touristische Akteure angehört werden.

Landrätin Enders erklärte dazu: „Bis heute gibt es noch keine Verkehrsbestellung durch das Verkehrsministerium, über die Weiterführung des Rennsteigshuttles über das Jahr 2017 hinaus. Es liegt auch bis heute keine Fördermittelzusage seitens des Landes, für Investitionen in die Strecke, vor.“ Das Rennsteig-Shuttle habe, seit der Einführung im Dezember 2015, Erfolgsgeschichte geschrieben und sei das Herzstück des Rennsteig-Tickets, so die Landrätin weiter: „Wer nachhaltige Mobilität will, weg von Individualverkehr per PKW und zur CO2-Ausstoßverringerung beitragen möchte, der muss in den öffentlichen Nahverkehr investieren.“

Enders unterstrich, dass der Ilm-Kreis und der Landkreis Hildburghausen, eine schnelle Lösung zur Übernahme der Fördermittel durch das Land und die Weitergabe an die Rennsteigbahn GmbH & Co. KG im Rahmen einer Zweckvereinbarung gefunden haben. Zudem solle im Juni im Ilm-Kreis extra dafür ein Nachtragshaushalt verabschiedet werden, der das Durchreichen der Fördermittel an die Rennsteigbahn möglich macht. Die Landrätin forderte: „Jetzt ist das Land in der Pflicht, seine Versprechungen einzuhalten! Und zwar zeitnah. Damit noch in diesem Jahr mit den Investitionen begonnen werden kann.“