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Gesundheitsamt Ilm-Kreis ruft zu besonders sorgfältigem Infektionsschutz auf

Mit Blick auf die steigenden Infektionszahlen appelliert das Gesundheitsamt eindringlich, sich noch sorgfältiger an den Infektionsschutz zu halten.

Mit 209 bestätigten Infektionen gerät der Ilm-Kreis an die kritische Grenze von 35 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner. Foto: pixabay

Dr. Renate Koch, Amtsärztin im Ilm-Kreis, appelliert: „Die Zahlen drohen, eine kritische Grenze im Kreis zu überschreiten. Aktuell haben wir 209 bestätigte Fälle. Allein in den vergangenen 24 Stunden kamen elf hinzu. Nur wenn wir jetzt alle eigenverantwortlich die Hygieneregeln einhalten, können wir verhindern, dass das Virus sich im gesamten Kreis ausbreitet.“

 

In den vergangenen Tagen sind die Infektionszahlen im Ilm-Kreis erheblich gestiegen. Das Robert-Koch-Institut gibt an, dass bei 35 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen ein kritischer Wert erreicht ist. „Mit den Neuinfektionen von Freitag und den jetzt aktuell gemeldeten Fällen zum Samstag drohen wir, diesen kritischen Wert zu erreichen“, sagt die Amtsärztin. Der Beigeordnete des Landkreises, Kay Tischer, unterstreicht: „Wir ergreifen als Landkreis nun alle Maßnahmen, um weitere Ausbrüche zu verhindern. Doch das kann nur gelingen, wenn alle den Infektionsschutz ernst nehmen.“

Ausbrüche in sensiblen Bereichen

 

Die bisherigen Ausbrüche wurden in sensiblen Bereichen festgestellt. So ist ein Kindergarten, eine Schule, eine Werkstatt und Wohnstätte für Menschen mit Behinderungen, eine Pflegeeinrichtung und seit Freitag die TU Ilmenau betroffen. „Wir sind vor allem mit den Pflegeeinrichtungen im Gespräch und sensibilisieren sie für das Risiko eines Infektionsausbruches“, berichtet Dr. Renate Koch. Sorgen machen ihr aber auch die Fälle, die im Umkreis von privaten Veranstaltungen aufgetaucht sind.

 

Kay Tischer betont hierzu: „An die Bevölkerung im Ilm-Kreis appellieren wir deshalb noch einmal eindringlich: Halten Sie die Hygieneregeln ein, tragen Sie unbedingt eine Mund-Nase-Bedeckung in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr, halten Sie den Mindestabstand zu anderen Menschen und vermeiden sie alle unnötigen Kontakte. Überlegen Sie genau, ob sich Besuche bei Angehörigen in Pflegeheimen aufschieben lassen, ob eine private Feier auch später nachgeholt werden kann und welche Angehörige aus Risikogruppen sie jetzt wie schützen können.“