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Neues Landesprogramm „ProDigital“: 6,6 Millionen Euro für fünf Hochschulförderprojekte

Der Freistaat Thüringen unterstützt Hochschulforschung zu digitalen Zukunftsthemen: Mehrere Projekte an der TU Ilmenau werden gefördert.

Die Entwicklung digitaler Technologien für Produkte der Medizintechnik werden an der TU Ilmenau vorangetrieben und vom Freistaat Thüringen gefördert. Foto: wr

Insgesamt fünf Forschungsvorhaben Thüringer Hochschulen zur Digitalisierung können ab 2020 mit Förderung in Höhe von insgesamt 6,6 Millionen Euro aus dem neuen Landesprogramm „ProDigital“ rechnen. Eine entsprechende Empfehlung hat die Thüringer Programmkommission – ein Gremium von zehn renommierten Wissenschaftlern aus dem gesamten Bundesgebiet – abgegeben. ProDigital ist Bestandteil der „Thüringer Strategie für die Digitale Gesellschaft“. Ziel des Programms ist es, die Grundlagen für digitale Innovationen zu erforschen und für die Gesellschaft nutzbar zu machen. Das Programm wird aus Landes- und EU-Mitteln finanziert.

Für die erste Förderrunde von „ProDigital“ waren insgesamt elf Projektanträge zu Themen wie Medizin und Medizintechnik, Produktionssteuerung, 3D-Modellierung, Werkstoffwissenschaften oder Lehrerbildung eingereicht worden. Die Programmkommission verständigte sich in ihrer Sitzung auf der Grundlage von jeweils drei Gutachten je Projekt darauf, folgende Projekte zur Förderung zu empfehlen: Bauhaus-Universität Weimar und Technische Universität Ilmenau sind gemeinsam vertreten mit dem Projekt „Immersiver Wissenszugang, kollaborative Exploration und intelligentes Retrieval in einer digitalen Weltkopie“ –  Herstellen von Algorithmen und Techniken zur automatischen Segmentierung und Klassifikation digitalisierter Orte und Objekte sowie deren Verbindung zu digitalen Bibliotheken und ins WWW.

Intelligente Produkte in der Medizintechnik

Ein weitere gemeinsames Projekt der beiden Universitäten wendet sich „Digitale Technologien für Handwerk und Kulturgut“ zu. Dabei geht es um die autonome 3D-Erfassung von komplexen Anlagen und deren Zuständen, Erstellung von Simulationsmodellen für Ermüdungs- und Verbundverhalten. Das Projekt „Maschinenlernstrategien für intelligente Produkte in der Medizintechnik“ wird von der TU Ilmenau allein vertreten. Es handelt sich dabei um die Entwicklung und Bewertung von Methoden zur Erforschung intelligenter messtechnischer Produkte im Bereich der Medizintechnik.

Außerdem gefördert wird das Projekt „Digitalisierung der Lebenswissenschaften: Wege in die Zukunft“ der Friedrich Schiller Universität Jena zur Nutzung von Big Data, Deep Learning und Künstlicher Intelligenz in lebenswissenschaftlichen Bereichen wie Medizin, Diagnostik, Ökologie, Wirkstoffforschung oder Pharmazie. Aufgenommen in das Förderprogramm wurde das Projekt „Forschungscampus für für digitale Lehrer/innenbildung“, ein Dachprojekt für Bildungs- und Fachwissenschaftler sowie Didaktiker zur Entwicklung schulform-, fach- und phasensensibler Lehr- und Lernkonzepte zur Förderung digitaler Kompetenzen  der Universität Erfurt. Die Förderung beginnt am 1. Januar 2020 und hat eine Laufzeit bis längstens 31. Dezember 2024.