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Ilm-Kreis und Landkreis Gotha ganz klar an der Spitze des Industrieumsatzes in Thüringen

Im Zeitraum Januar bis November 2018 hat sich der Ilm-Kreis als deutlicher Umsatzspitzenreiter im Freistaat herauskristallisiert, gefolgt von Landkreis Gotha.

Industrieunternehmen des Ilm-Kreises erreichten 2018 wieder Spitzenumsätze in Thüringen. Foto: wr

Mit einem Umsatz von fast 2,7 Milliarden Euro haben die Industrieunternehmen mit 50 und mehr Beschäftigten im Ilm-Kreis ihre Spitzenposition in Thüringen weiter ausgebaut. Die Industrie im Landkreis Gotha erreichte einen Umsatz von 2,45 Milliarden Euro und damit den zweiten Platz im Umsatzranking. Knapp dahinter positionierten sich die Industrieunternehmen des Wartburgkreises mit gut 2,4 Milliarden Euro. Hinter dieser Spitzengruppe reihen sich der Kreis Schmalkalden-Meiningen (1,85 Milliarden Euro), der Kreis Saalfeld-Rudolstadt (1,8 Milliarden Euro), der Saale-Orla-Kreis (1,79 Milliarden Euro), die Stadt Jena (1,73 Milliarden Euro) und die Stadt Eisenach (1,7 Milliarden Euro) ein. Alle anderen Landkreise und kreisfreien Städte mussten sich mit deutlich geringeren Industrieumsätzen zufrieden geben.

Auslandsumsatz stärker gestiegen als das Inlandsgeschäft

Die Thüringer Industrie insgesamt erzielte von Januar bis November 2018 rund 29,7 Milliarden Euro Umsatz. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt, wurde damit der Umsatz (bei gleicher Anzahl an Arbeitstagen) in den Industriebetrieben mit 50 und mehr Beschäftigten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,9 Prozent beziehungsweise 852 Millionen Euro überboten. Zur positiven Bilanz trugen die Auslandskunden stärker bei als das Inlandsgeschäft. Der Inlandsumsatz stieg um 170 Millionen Euro beziehungsweise 0,9 Prozent auf 19,1 Milliarden. Mit den Auslandskunden gab es ein Umsatzplus von 682 Millionen Euro beziehungsweise 6,8 Prozent. Das Auslandsgeschäft brachte einen Umsatz von 10,6 Milliarden Euro auf die Konten der heimischen Industriebetriebe. Die Exportquote der Thüringer Industrie lag im Durchschnitt der Monate Januar bis November 2018 mit 35,8 Prozent über dem Vorjahresergebnis (34,5 Prozent).

Auch die Industrie des Ilm-Kreises punktete mit 1,1 Milliarden beim Auslandsumsatz. Lediglich die traditionell exportstarke Stadt Jena konnte sich, allerdings vergleichsweise knapp, mit 1,19 Milliarden Euro vor dem Ilm-Kreis platzieren. Im Landkreis Gotha wurden im Auslandsgeschäft gut eine Milliarde Euro erwirtschaftet, was den dritten Rang einbrachte. Weit nach vorn, wenngleich nicht an ganz die Spitze, arbeitete sich die Industrie des Ilm-Kreises beim Umsatz je Beschäftigten, der 279.918 Euro betrug. Erster wurde hierbei die Stadt Eisenach mit 281.492 Euro. Die dritte Position erreichte der Kreis Saalfeld-Rudolstadt mit 233.300 Euro. Im Landkreis Gotha gab es einen Umsatz je Beschäftigten von 198.660 Euro. In der Thüringer Industrie insgesamt lag der Umsatz je Beschäftigten in dem Zeitraum bei rund 201.000 Euro. Damit stieg die Produktivität um 0,5 Prozent über das Niveau des vergleichbaren Vorjahreszeitraums.