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Unternehmen ermöglichen Schülern Besuch der Weltleitmesse der Bildverarbeitung

Vier Stifterfirmen sowie das Fachgebiet Qualitätssicherung und Industrielle Bildverarbeitung der TU Ilmenau sponserten eine Exkursion für Thüringer Schüler zur Weltleitmesse VISION in Stuttgart.

Mehr als 60 Schüler und Studenten aus Thüringen konnten dank des Sponsorings von vier Unternehmen aus Ilmenau und Suhl an einem Tagesauflug die Weltleitmesse der Bildverarbeitung VISION in Stuttgart erkunden. Foto: Messe Stuttgart

Die Stifterfirmen Steinbeis Qualitätssicherung und Bildverarbeitung GmbH (SQB GmbH) Ilmenau, Vision & Control GmbH Suhl, TechnoTeam Bildverarbeitung GmbH Ilmenau, Gesellschaft für Bild- und Signalverarbeitung (GBS) mbH Ilmenau sowie das Fachgebiet Qualitätssicherung und Industrielle Bildverarbeitung der Technischen Universität Ilmenau und die Messe Stuttgart sponserten gemeinsam erstmals eine Exkursion für Thüringer Schüler zur Weltleitmesse der industriellen Bildverarbeitung nach Stuttgart. Über 60 Schüler und Studenten aus Thüringen nahmen am 9. November 2016 an dem Tagesausflug teil. Die Sponsoren sorgten neben dem Bustransfer nach Stuttgart auch für einen freien Eintritt zur Messe, ein  Mittagessen und ein interessantes Messeprogramm für die Teilnehmer.

Geführte Rundgänge in kleinen Gruppen ermöglichte den Schülern und Studenten einen Einblick in die Welt der industriellen Bildverarbeitung mit all seinen zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten. Ergänzt wurde der Messebesuch durch Fachvorträge im Rahmen der "Vision Talks" über Anwendungen von Thermographie- und Hochgeschwindigkeitskameras. Bereits auf der Rückfahrt gab es durchweg positives Feedback aller Beteiligten. Einige Schüler nutzten die Gelegenheit gleich für eine direkte Kontaktaufnahme zu den Firmen. "Damit haben sich unsere Erwartungen als Organisatoren auf jeden Fall erfüllt, einen wirksamen Beitrag zur Gewinnung von Nachwuchskräften in Thüringen zu leisten", resümierten alle Sponsoren einstimmig.

Die vier oben genannten Unternehmen aus Ilmenau und Suhl sind Stifter der Stiftungsprofessur Industrielle Bildverarbeitung an der Fakultät für Maschinenbau der TU Ilmenau. Die Stiftungsprofessur wird seit dem Wintersemester 2014/2015 von Professor Gunther Notni ausgefüllt. Nach der Emeritierung von Professor Gerhard Linß übernahm er auch die Leitung des Fachgebiets Qualitätssicherung und Industrielle Bildverarbeitung der TU Ilmenau.

Einer der Teilnehmer, Max Bunge vom Carl-Zeiss-Gymnasium Jena, hat seine Eindrücke von dem Messebesuch in einem Artikel niedergeschrieben. Er ist hier nachfolgend wiedergegeben:

Kontakt mit der echten Wirtschaft

In Stuttgart findet alle zwei Jahre die „Vision“ statt. Dabei handelt es sich um eine große Messe, die sich rund um das Thema Bildverarbeitung dreht. Denn Bildsensor, Optik und Verarbeitungsalgorithmen finden nicht nur in Spiegelreflexkameras und Co. Platz, damit die lieben Eltern schöne Bilder ihrer Kinderlein aufnehmen können. Die heutige Industrie benötigt ebenfalls solche Komponenten und die entsprechende Software, um zum Beispiel Mängel im wahrsten Sinne des Wortes am laufenden Fließband zu erkennen. Wie das funktioniert und was der neuste Stand der Technik ist, kann man hautnah auf der „Vision“ Messe erleben.

Als Schüler bzw. Student ist es allerdings sehr schwer, eine solche Messe zu besuchen. Der Aufwand so etwas zu planen und dann vor allem auch zu bezahlen, lässt sich kaum stemmen. Daher ist das Angebot der Stiftungsprofessur Industrielle Bildverarbeitung der TU Ilmenau und den 4 Stifterfirmen gerade recht gekommen. Von der Busfahrt, über Ticketpreise bis hin zu kompletten Organisation wurde den Teilnehmern alles abgenommen. Dadurch konnten sich die Schüler und Studenten darauf konzentrieren, was für sie wirklich wichtig ist: ihre Zukunft. Denn das Ziel der Messe war es nicht nur, dass die Bildverarbeitungstechnik der Industrie näher gebracht werden sollte, sondern auch, dass Kontakte geknüpft werden können. Denn man hört es so oft: Connections sind alles und von denen haben die meisten Schüler noch viel zu wenig. Die „Vision“ Messe hat es geschafft, hier eine Brücke zur Industrie aufzubauen.

Ich persönlich war sehr beeindruckt, was die Bildverarbeitung in der Industrie alles für Möglichkeiten bietet. Mehrere tausend Bilder in der Sekunde aufzunehmen und dann auch noch in Echtzeit zu analysieren, das sind einfach enorme Werte. Das weckt natürlich auch das Interesse, selbst an Entwicklung solcher Hochleistungs-Apparate teilzunehmen. Deshalb habe ich an vielen Stellen probiert Kontakt zu den Firmen aufzunehmen und habe dabei besonders auch an meine eigene Zukunft gedacht, da mich Bildverarbeitung sehr interessiert. Die meisten Unternehmen waren in dieser Hinsicht sehr offen und konnten mir viel über die Jobperspektive bei ihnen erzählen.

Ich denke, dass der Besuch der Messe ein großer Erfolg für alle Beteiligten war. Solche Unternehmungen bilden weiter und zeigen den Schülern und Studenten die Möglichkeiten der Industrie. Messen, wie die „Vision“ sind auch Nährboden für spätere Arbeitsverhältnisse. Und genau das brauchen die Schüler. Ich spreche deshalb im Namen aller, wenn ich mich bei Herr Lübbecke und allen Verantwortlichen bedanke. Vielleicht wird aus diesem "Versuch" sogar Tradition und den Schülern und Studenten werden neben der „Vision“ in Stuttgart auch andere Messe-Ausflüge auf eine solche Weise ermöglicht.