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„Technisches Auge“ und andere aktuelle Forschungsergebnisse

Die TU Ilmenau war mit dem Institut für Mikro- und Nanotechnologien IMN MacroNano® auf Mikrosystemtechnik-Kongress stark vertreten.

Stand der TU Ilmenau: Das IMN MacroNano® der TU Ilmenau war auf dem Mikrosystemtechnik-Kongress stark vertreten. Foto: VDI/VDE-IT/Lutz-Günter John

Der Mikrosystemtechnik-Kongress ist das bedeutendste Forum der Mikrosystemtechnik in Deutschland. Er wird vom Verband der Elektrotechnik, Elektronik, Informationstechnik (VDE) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ausgerichtet. Der Kongress fand vom 26. bis 28. Oktober in der Stadthalle Karlsruhe statt. Das Institut für Mikro- und Nanotechnologien MacroNano® der TU Ilmenau, mit elf wissenschaftlichen Beiträgen bei der Tagung außerordentlich stark vertreten, stellte in diesem Jahr seine aktuellen Forschungsergebnisse vor, darunter das „Technische Auge“, ein komplexes optisches Mikrosystem, das seine Umwelt mit so genannten Sakkaden, kleinen Scanbewegungen, wie das menschliche Auge abtastet.

Gleich drei neuartige Sensorkonzepte, nämlich Messen, Integrieren und Speichern ohne eine Batterie zu benötigen, kamen zum Einsatz. Damit können mechanische Stöße oder auch chemische Einflüsse erfasst werden, um dann erst später über ein so genanntes RFID-Lesegerät drahtlos ausgelesen werden zu können. Diese Sensoren erlauben beispielsweise das Erkennen von Transportschäden oder dienen zur Detektion, ob eine Verpackung geöffnet und der Inhalt beschädigt wurde. Zusätzlich wurden viele weitere Exponate im Rahmen der Begleitausstellung am Stand des IMN MacroNano® den Kongressteilnehmern präsentiert. 

Auf dem Mikrosystemtechnik-Kongress war Thüringen gleich nach Baden-Württemberg das Bundesland mit den meisten wissenschaftlichen Beiträgen, wie Tagungsleiter Professor Volker Saile in seiner Begrüßung ausdrücklich hervorhob. Thüringen sei damit neben Baden-Württemberg das Land der Mikrosystemtechnik und die TU Ilmenau eine „besonders aktive Forschungseinrichtung“.