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Die Kanzlerin kommt…

 … mit diesem recht einfachen aber offensichtlich effektiven Slogan warb Bundeskanzlerin, Dr. Angela Merkel um ihren Auftritt am vergangenen Montag (26.08.2013) in Ilmenau und hatte damit auch Erfolg. Mit vielen Plakaten, unter anderem mit den Aufschriften „Angie“, „Gemeinsam erfolgreich“, orangefarbener Kleidung etc. inmitten des aufwändig vorbereiteten Programms wartete eine nicht zu verachtende Schaar an Zuhörern auf die aktuelle Bundeskanzlerin. Etwa 4000 Menschen, so zumindest die Angabe laut Zählung der CDU, wollten sich den Auftritt der Kanzlerin nicht entgehen lassen. Aber natürlich nicht nur Anhänger, die ihre Verbundenheit zu Angela Merkel zeigen wollten, und Interessierte fanden den Weg zur Festhalle, auch Gegner der Kanzlerin ließen sich diesen Auftritt nicht entgehen.

 

 

 

Nicht ganz unerwartet ging es zunächst mit einer Verzögerung los – eine Stunde Verspätung wurde nachdem sich einige Zuhörer kurz nach 16 Uhr bereits fragten, wann Frau Merkel denn käme, mitgeteilt, aber das störte die Wenigsten. Als dann kurz vor 17 Uhr der Hubschrauber in Richtung Manebach gesichtet wurde und die Regierungschefin etwas später persönlich an der Festhalle ankam, war man doch mit einigermaßen Begeisterung bei der Sache.

Nach einem kurzen Gang direkt durch die Menschenmenge, mit einem Händedruck hier und da, war das direkte Ziel die Bühne. Dort angekommen ging es zunächst eher unpolitisch weiter. Moderator Thomas Wagner befragte zunächst Frau Merkel was sie mit Ilmenau verbinde und unterhielt sich auch kurz mit den anderen CDU-Politikern die nebst Angela Merkel auf der Bühne standen. Dies waren keine geringeren als die Thüringer Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht, der Bundestagsabgeordnete Tankred Schipanski und der erstmals als Direktkandidat aufgestellte Marc Hauptmann. 

Ehe dann Merkel selber zu Wort kam, hatte noch Ministerpräsidentin Lieberknecht das Wort, die mit aller Nachdrücklichkeit ein Beistehen zu Angela Merkel forderte. Dann war es endlich soweit, das worauf alle Anwesenden gewartet haben. Insgesamt einen sehr souveränen und optimistisch wirkenden Auftritt zeigte die Kanzlerin. Dabei konzentrierte sich nicht nur auf die Ergebnisse die unter anderem in den Bereichen Arbeitslosigkeit, Bildungspolitik, der Kita-Plätze in den vergangenen Jahren erzielt wurden. Auch wie es weitergehen könnte und die soziale Marktwirtschaft in Deutschland dies auch bleiben kann, versuchte sie zu erläutern. Ehrlicherweise gab sie aber auch zu, dass es Dinge gibt, worüber die Politik im Allgemeinen nicht entscheiden sollte – Stichwort Mindestlohn.

Fast selbstverständlich gab es nicht nur Anwesende, die sich aufs Zuhören und stiller Ab- bzw. Zusage, beschränkten – insgesamt möglicherweise weniger als erwartet. Die Buhrufe, die teils während der Worte über die Errungenschaften während der letzten Wahlperiode und wie man in Zukunft Deutschland führen wolle, störten Angela Merkel nicht. Es müsse auch Wähler für die anderen geben, sagte sie dazu nur scherzhaft.

Anlaufbild: Die Kanzlerin auf dem Wege Richtung Bühne (c) cl