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Ausbildungsstart auch im Ilm-Kreis

Für viele Jugendliche hat in den letzten Tagen das neue oder für das erste Lehrjahr begonnen. Dass es aber nicht nur Grund zur Freude gibt, wie für die 11 neuen Auszubildenden an der TU Ilmenau, zeigt beispielsweise eine Anfrage des Arbeitskreis Wirtschaft, Landwirtschaft und Umwelt der SPD-Landtagsfraktion.

 

 

Der Arbeitskreis hat sich bei der Arbeitsagentur und dem Jobcenter in Arnstadt zur Ausbildungssituation erkundigt. Laut Anfrage suchten noch über 500 Jugendliche im Landkreis einen Ausbildungsplatz, dem gegenüber stünden jedoch noch 600 Stellen, die die Unternehmen besetzen könnten. Besonders seien hier die Branchen Bau, Dienstleistung und Handel genannt, die nach Auszubildenden suchen. Auch die IHK Südthüringen meldet freie Stellen. Dr. Ralf Pieterwas, Hauptgeschäftsführer der IHK Südthüringen nennt vor allem die Berufe Mechatroniker, Werkzeugmechaniker, Zerspanungsmechaniker und Verfahrensmechanikern, in denen es gute Perspektiven gäbe. 

Während allerdings die Chancen für Bewerber sehr gut sind, stehen die Ausbilder vor einem Problem. Rund 800 Lehrverträge seien geschlossen, das sind aber rund 10 Prozent weniger als es im letzten Jahr der Fall gewesen sei, was am demografischen Wandel liege und am Wegfall des Ausbildungsengagements der Solarindustrie im Ilmkreis. Unternehmen senken daher Anforderungen an Bewerber. Schulische Lernschwächen könne man ausgleichen, aber Sozialkompetenz sei sehr wichtig.

Nicht beklagen können sich dagegen die neuen Auszubildenden an der TU Ilmenau. Dieses Jahr wurden wieder mehrere Verwaltungsfachangestellte, Kauffrauen und -männer für Bürokommunikation, Fachinformatiker, Industriemechaniker und je ein Physiklaborant und Mediengestalter in die sogenannte Campusfamilie aufgenommen. Darüber hinaus freut man sich sagen zu können, dass 18 junge Menschen ihre Ausbildung kürzlich abschließen konnten und nun ein Jahr oder über einen längeren Zeitraum in ein Arbeitsverhältnis übernommen werden konnten.

Aber auch die, die noch nicht untergekommen sind, haben nach wie vor Chancen, etwas zu finden. Einige Ausbildungen beginnen erst noch und in manchen Fällen könnten Lehrlinge auch später Einsteigen. Diverse Internetseiten, darunter beispielsweise die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit (http://jobboerse.arbeitsagentur.de/vamJB/startseite.html?kgr=as&aa=1&m=1&vorschlagsfunktionaktiv=true) oder auch die Lehrstellenbörsen der Industrie und Handelskammern für Suhl (http://www.ihk-suhl.de/www/ihkst/data/stellenboerse/) oder auch Erfurt (http://www.erfurt.ihk.de/produktmarken/bildung/Ausbildungsberatung/2531538/Lehrstellenboerse_2.html) bieten aktuelle Ausbildungsplätze und Jobangebote. Anlässlich dessen veranstalteten die Agenturen für Arbeit in Arnstadt, Ilmenau und Erfurt erst kürzlich eine Infoveranstaltung „Lehrstellen in letzter Minute“. Hierzu konnten die Jugendlichen Bewerbungsunterlagen mit aktuellem Zeugnis mitbringen und sich von Beratern Tipps geben lassen.

Eine jedoch wesentlich erschreckendere Nachricht des Arbeitskreis Wirtschaft, Landwirtschaft und Umwelt ist dagegen die Aussage, dass Elf Prozent aller jungen Menschen im Ilm-Kreis keinen Schulabschluss hätten. Das sind insgesamt doppelt so viele wie im Bundesdurchschnitt. Auch hier gibt es Möglichkeiten, die Jugendliche noch einschlagen können, Hilfestellung kann auch hier die Internetseite der Bundesagentur geben.

Anlauffoto: Die neuen Auszubildenden an der TU Ilmenau (c) TU Ilmenau