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Aufatmen für Bosch Solar in Arnstadt?

Zum Wahlkampfauftritt von Bundeskanzlerin Angela Merkel war es besonders eine kleine Gruppe, die versucht hat auf sich aufmerksam zu machen. Mit mehreren weinenden Sonnen standen Angestellte von Bosch Solar in erster Reihe, um die Kanzlerin auf ihre Anwesenheit und ihre Probleme aufmerksam zu machen – in der Hoffnung einen starken Unterstützer auf ihrer Seite zu bekommen. 

 

 

Bereits zuvor kamen von der SPD und Die Linke Aufforderungen, Merkel solle sich klar zur Situation in Arnstadt äußern. Das Bosch-Werk für Solaranlagen solle, wie schon vor einiger Zeit bekannt wurde, geschlossen werden. Dies ist vor allem eine Reaktion des Preisrückgangs von Solarzellen auf dem internationalen Markt, worauf hin durch die Geschäftsführung beschlossen wurde, bis 2014 aus dem Solar-Bereich auszusteigen. Eine Chance für das Werk, dem aus dem Weg zu gehen, wäre einen neuen Investor zu finden, um dann so viele der 1800 Arbeitsplätze wie nur möglich zu retten. Laut Lieberknecht gebe es aber bereits Interessenten für das 2011 eröffnete Werk. „Wir drängen auf die zügige Prüfung ihrer Angebote.“, sagte sie weiterhin.

Zunächst war es aber Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht, die zeitlich mit ihren Worten auch vor Merkel sprach, und versprach dem Arnstädter Arbeitern: „Wir lassen Sie nicht im Regen stehen.“ Nicht wortwörtlich aber zumindest inhaltlich griff Angela Merkel dies wieder auf. "Wir wissen um Ihre Situation und werden tun, was politisch möglich ist", versprach Merkel  wiederum. Abseits ihrer Rede sprach bereits CDU-Generalsekretär Herrmann Gröhe mit dem Bosch-Betriebsrat, auch Merkel nahm sich im Anschluss die Zeit und sprach mit dem Betriebsrat und wolle sich nun noch direkt mit der Bosch Geschäftsführung Volkmar Denner in Verbindung setzen und die Sorgen der Arbeiter vortragen. Jan Müller sagte daraufhin: „Unsere Message ist angekommen.“

Anlauffoto: Angela Merkel während ihrer rede zum Wahlkampfauftakt in Ilmenau (c) cl