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Konferenz für drahtlose Kommunikationssysteme an der TU

 Die Technische Universität Ilmenau ist Austragungsort der diesjährigen internationalen Konferenz für drahtlose Kommunikationssysteme. Das „International Symposium on Wireless Communication Systems“ (ISWCS) zieht regelmäßig namhafte Experten aus Industrie, Forschungseinrichtungen und Universitäten aus der ganzen Welt an. Zur 10. Auflage ISWCS werden 250 Teilnehmer erwartet. 

 

 

 

Die Bedeutung der drahtlosen Kommunikationssysteme nimmt in vielfältigsten Bereichen rasant zu. In zahllosen Produktkonzepten werden mobile Endgeräte wie Handys oder PDAs integriert. Die Funkanbindung von stationären wie mobilen Endgeräten an das Telefonnetz, das Internet oder das lokale Netz ist nicht nur ein effizienter Ersatz für das aufwändige Verlegen von Kabeln, sondern ermöglicht darüber hinaus auch den intelligenten Datenaustausch.

An der TU Ilmenau wird das Gebiet schon seit mehreren Jahren erfolgreich im Forschungscluster „Mobilkommunikation“ erforscht. So war die Universität maßgeblich an den europäischen Forschungsprojekten WINNER, WINNER II und WINNER+ beteiligt, deren Ergebnisse den Standard für die vierte Mobilfunkgeneration geprägt haben. Der neue Mobilfunkstandard, auf den sich Anfang des Jahres die Internationale Telekommunikations Union (ITU) in Genf geeinigt hat, heißt IMT Advanced. Das System sorgt dafür, dass in Zukunft nicht nur alle Handys, sondern auch viele andere IT-Produkte des täglichen Lebens, mit noch höheren Datenraten miteinander kommunizieren können. 

Neueste Konzepte, die nächsten Mobilfunkgenerationen bestimmen werden, sind die Schwerpunkthemen des ISWCS 2013. In rund 250 eingereichten wissenschaftlichen Beiträgen und einer begleitenden technischen Ausstellung diskutieren die Teilnehmer aus Universitäten, der Industrie und wissenschaftlichen Forschungsinstituten über innovative Ideen und Produkte im Umfeld der drahtlosen Kommunikation. „Wir freuen uns, über 250 Gäste aus mehr als 30 Ländern auf dem Ilmenauer Campus begrüßen zu dürfen“, so Professor Martin Haardt. Der Leiter des Fachgebietes Nachrichtentechnik der TU Ilmenau leitet die Tagung gemeinsam mit seinem Ilmenauer Kollegen Professor Andreas Mitschele-Thiel, Fachgebiet Integrierte Kommunikationssysteme, und in Kooperation mit der Informationstechnischen Gesellschaft (ITG) im Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE) e. V. 

Im Fokus der vier Workshops, vier Tutorials und 166 Einzelbeiträge stehen Anwendungen und zukünftige Standards im Bereich der drahtlosen Kommunikation. Die damit verbundenen wissenschaftlichen Themenstellungen betreffen die Verarbeitung von Signalen und Informationen ebenso wie die Optimierung von Netzwerken und die Qualitätssicherung. Die Wissenschaftler diskutieren Konzepte und Lösungsvorschläge, die über den aktuellen Stand der Technik hinausgehen und widmen sich den technischen Herausforderungen und Standards. Die Technologien werden im Hinblick auf zukünftige Entwicklungspotenziale vor allem im Bereich Dienstleistungen und Anwendungen bewertet. Hoch innovative Lösungen und zukünftige Standards werden auf den Prüfstand gestellt und auf Ihre Gebrauchstauglichkeit getestet. 

Die jeweiligen Einstiegsvorträge halten die international ausgewiesenen Experten Professor Georgios B. Giannakis (University of Minnesota, USA), Professorin Anna Scaglione (University of California at Davis, USA), Professor Josef A. Nossek (Technische Universität München), Professor Vincent Poor (Princeton University, USA) und Professorin Muriel Médard (Massachusetts Institute of Technology, USA). Eine von Dr. Werner Mohr, Nokia Solutions und Networks, geleitete Podiumsdiskussion über die Zukunft der drahtlosen Kommunikation rundet das anspruchsvolle wissenschaftliche Programm ab. 

Daran beteiligen werden sich auch die Doktorandinnen und Doktoranden der „International School on Mobile Communications“ der TU Ilmenau. In diesem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Graduiertenkolleg forschen Nachwuchswissenschaftler aus vielen Nationen auf dem Gebiet der Mobilkommunikation. Zudem werden an der TU Ilmenau schon seit Jahren Studentinnen und Studenten im internationalen Masterstudiengang „Communications and Signal Processing“ zu Experten für Kommunikationssysteme der Zukunft ausgebildet. In die erfolgreiche Entwicklung der TU Ilmenau als europäisches Forschungszentrum für Mobilkommunikation reiht sich nun auch die Ausrichtung des 10. ISWCS als Veranstaltungshöhepunkt ein.